Ab dem 15. November geht es mit der afrikanischen Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, den USA und Mexiko los. Bei der WM 2026 wird es erstmalig 48 Teilnehmer geben, sodass auch die Anzahl an afrikanischen WM-Teilnehmern von fünf auf neun Nationen gestiegen ist. Diese werden nun im Rahmen der Qualifikation der afrikanischen Konföderation “CAF” ermittelt. 

Außenseiter machen sich Hoffnungen auf WM 

Dank des vergrößerten Teilnehmerfeldes ab der WM 2026 ermöglicht der Weltfußballverband “FIFA” möglicherweise auch kleineren Nationen, sich den großen Traum von der Teilnahme an einer Weltmeisterschaft zu verwirklichen. Denn bisher gab es erst 13 afrikanischen Nationen, die sich mindestens einmal für eine WM qualifizieren konnten.  

An den Qualifikationen zur WM 2026 nehmen 54 Mannschaften teil. Darunter befinden sich auch aufblühende, vermeintliche Außenseiter, wie Sambia. Die sambischen Fußballer gelten als die erfolgreichste afrikanische Mannschaft ohne WM-Teilnahme und konnten bei dem Afrika-Cup bereits sechs Medaillen sammeln. Darunter auch der bisher größte Erfolg des südafrikanischen Landes im Jahr 2012, als man sich sensationell zum Afrikameister krönte und damit den vierten ägyptischen Titel in Folge verhinderte. Bereits einige Male hat die sambische Mannschaft bewiesen, dass sie zur afrikanischen Spitze gehört und nun soll es für die vom israelischen Trainer Avram Grant geführte Mannschaft mit der Realisierung des WM-Traumes klappen. Losglück erwischten die Sambier jedoch nicht, denn um den Gruppensieg und die damit verbundene direkte Qualifikation müssen unter anderem mit Marokko kämpfen. 

Afrikas Weg in die Weltelite 

Seit der ersten WM 1930 in Uruguay waren die Kräfteverhältnisse im Weltfußball klar definiert, denn die europäischen und südamerikanischen Mannschaften hatten die Vormachtstellung inne. Bis heute gelang nur Nationen dieser beiden Kontinente der Triumph bei einer Weltmeisterschaft.  

Für die ganz große Bühne hat es bisher für die afrikanischen Mannschaften noch nicht gereicht, zu stark waren doch die europäischen und südamerikanischen Fußball-Powerhäuser. Doch bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar gelang den marokkanischen Fußballern etwas Außergewöhnliches. Ihre Reise bis in das Halbfinale beeindruckte Fans auf der ganzen Welt und obwohl sich die “Löwen vom Atlas” am Ende im Kampf um die Bronzemedaille gegen Kroatien geschlagen geben mussten, war ihre Turnierleistung doch nicht nur ein Erfolg für das Land selber, sondern für einen gesamten Kontinent. Afrikaner sind häufig enorm stolz auf ihre Herkunft und zeichnen sich durch einen starken Zusammenhalt in der Sportwelt aus. Denn seit Jahrzehnten wünschen sich afrikanische Nationalmannschaften eine Chance, um in den elitären Kreis der Weltspitze zu stoßen. Auch wenn dieses Ziel noch nicht erreicht ist, zeigen die WM-Leistungen afrikanischer Mannschaften in jüngster Vergangenheit doch einen klaren Aufwärtstrend und machen Hoffnung auf eine goldene Zukunft für den afrikanischen Fußball. 

Qualifikationsmodus 

In der Vergangenheit waren die afrikanischen WM-Qualifikationen immer an einen komplizierten Modus, bestehend aus zwei Runden, gekoppelt. Die CAF hat sich nun für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 erstmalig ein vereinfachtes Format überlegt. In einer Runde treten in neun Gruppen à sechs Mannschaften alle teilnehmenden Nationen gruppenintern in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich dann für die Weltmeisterschaft 2026. Für alle anderen Mannschaften besteht weiterhin eine Chance, denn die vier besten Gruppenzweiten ermitteln einen Sieger, der sich für das Playoff-Turnier der FIFA qualifiziert. Hier nehmen insgesamt sechs Nationen teil, wovon jede Konföderation bis auf die UEFA von einer Mannschaft repräsentiert wird. Weiterhin erhält die CONCACAF als Ausrichter des Turnieres zwei Startplätze. 

Gruppen 

Für die afrikanische Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 wird es neun Gruppen à sechs Mannschaften geben. Dabei gibt es einige interessante Konstellationen, wie die Gruppe C mit Nigeria und Südafrika oder die Gruppe B mit Senegal und der DR Kongo. 

Gruppe A: 

Ägypten
Burkina Faso
Guinea-Bissau
Sierra Leone
Äthiopien
Dschibuti 

Gruppe B: 

Senegal
DR Kongo
Mauretanien
Togo
Sudan
Südsudan 

Gruppe C: 

Nigeria
Südafrika
Benin
Simbabwe
Ruanda
Lesotho 

Gruppe D: 

Kamerun
Kap Verde
Angola
Libyen
Eswatini
Mauritius 

Gruppe E: 

Marokko
Sambia
Kongo
Tansania
Niger 

Gruppe F: 

Elfenbeinküste
Gabun
Kenia
Gambia
Burundi
Seychellen 

Gruppe G: 

Algerien
Guinea
Uganda
Mosambik
Botsuana
Somalia 

Gruppe H: 

Tunesien
Äquatorial-Guinea
Namibia
Malawi
Liberia
Sao Tomé und Príncipe 

Gruppe I: 

Mali
Ghana
Madagaskar
Zentralfrikanische Republik
Kamoren
Tschad
 


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