Ursprünglich sollte die U20 Weltmeisterschaft 2023 erstmalig in Indonesien ausgetragen werden, allerdings wurden die Austragungsrechte von dem Weltfußballverband FIFA aus politischen Gründen kurzfristig an Argentinien übertragen. Grund für die drastische Maßnahme war das Absagen der Auslosung seitens des indonesischen Fußballverbandes „PSSI“ aufgrund der Verweigerung des Gouverneurs der indonesischen Insel Bali, die israelische Mannschaft zu empfangen. Nun findet die Juniorenweltmeisterschaft zum zweiten Mal bei der erfolgreichsten Nation der U20-WM mit sechs Titeln, Argentinien, statt.

Skandal hat drastische Konsequenzen für Indonesien

Eigentlich sollte die U20 Weltmeisterschaft vom 20. Mai bis zum 11. Juni ein Riesenevent in dem Inselstaat Indonesien werden, welches in sechs indonesischen Städten ausgetragen werden sollte, aber der Skandal um Wayan Koster, den Gouverneur der indonesischen Insel Bali, verhinderte dies. Koster hatte nämlich, angeblich aus Solidarität mit Palästina, einen Brief an das indonesische Sportministerium geschickt, in welchem er forderte, dass die israelische Mannschaft von der Junioren-WM ausgeschlossen wird. Weiterhin hätte Koster verweigert, dass Israel in Bali spielen dürfte.

Der Riesenskandal ist allerdings nicht der erste seiner Art in dem asiatischen Land, denn im Oktober letzten Jahres kam es zu einem der größten Vorfälle weltweit in einem Fußballstadion. Im „Kanjuruhan Stadium“ in Malang, welches in der indonesischen Provinz Ost-Java gelegen ist, verloren bei einer Massenpanik mindestens 135 Menschen ihr Leben und außerdem gab es mehr als 300 Verletzte. Gerade nach diesem Vorfall wäre die U20 Weltmeisterschaft eine gute Möglichkeit gewesen, um sportlich gesehen wieder etwas Positives in dem eigenen Land zu haben.


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