Die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi konnte sich am gestrigen Abend mit einem souveränen 3:0 Sieg gegen Kroatien für das Endspiel der diesjährigen Weltmeisterschaft in Katar qualifizieren. Während die Argentinier nun gespannt das heutige Halbfinalduell zwischen Frankreich und Marokko verfolgen, um ihren Finalgegner zu erfahren, tritt der Vizeweltmeister von 2018, Kroatien, am 17. Dezember gegen den Unterlegenen im besagten Halbfinale an.

Messis Meisterklasse zwingt Kroaten in die Knie

Ein erneutes Mal brillierte der argentinische Kapitän und Rekordtorschütze Lionel Messi und zeigte der ganzen Welt, wieso er zu einem der besten Fußballer aller Zeiten gehört. Bei seiner vermutlichen letzten Weltmeisterschaft möchte „La Pulga“, wie der 35-Jährige auch genannt wird, der erste Argentinier seit dem legendären Diego Maradona werden, der den begehrten WM-Pokal in den Händen halten darf. Auf diesen Moment wartet man in Argentinien seit 36 Jahren. Auf der anderen Seite erhoffte sich Kroatien eine zweite Finalteilnahme in Folge, zumal auch bei den „Vatreni“ ein Altmeister sein letztes WM-Turnier spielt, nämlich der Kapitän und Weltfußballer von 2018, Luka Modric. Für den Rekordnationalspieler Kroatiens, welcher bei seiner Auswechslung in der 81. Minute eine Standing Ovation von den kroatischen als auch den argentinischen Fans bekam, war es sein wahrscheinlich letztes Spiel bei einer Weltmeisterschaft, denn bei der nächsten WM 2026 wird einer der besten Mittelfeldspieler dieser Generation bereits 41 Jahre alt sein. Trotz der enttäuschenden Niederlage wünschte der Star der Kroaten seinem argentinischen Gegenüber Messi alles Gute für das Endspiel am 18. Dezember und überschüttete seinen ehemaligen Rivalen aus seiner Zeit beim FC Barcelona mit Lob („Er spielt ein überragendes Turnier und zeigt seine Großartigkeit“).

Das Halbfinale startete für die kroatische Mannschaft eigentlich gut, denn für die erste halbe Stunde hatte die Mannschaft von Nationaltrainer Zlatko Dalic das Spiel unter Kontrolle, jedoch kreierten sie keine gefährlichen Torchancen. Dies sollte bestraft werden, denn als Ivan Perisic bei der ersten Torannäherung nicht am argentinischen Torhüter Emiliano Martinez vorbeikam, entstand eine Konterchance für Argentinien, bei welcher sich Julian Alvarez am Ende allein vor dem kroatischen Schlussmann Dominik Livakovic befand, welcher sich dem 22-Jährigen so in den Weg stellte, dass dieser zum Fallen kam, was Schiedsrichter Daniele Orsato keine andere Wahl gab, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Es stand außer Frage, wer für die „Albiceleste“ antreten würde, und Messi verwandelte den Strafstoß dann auch souverän zum Führungstreffer. Mit dem verwandelten Elfmeter erreichte Messi außerdem historisches, denn es war sein insgesamt 11. Treffer für Argentinien bei einer WM, womit er jetzt alleiniger Rekordhalter ist. Gerade einmal fünf Minuten darauf kam es noch schlimmer für Kroatien, als Alvarez einen beeindruckenden Lauf aus der eigenen Hälfte startete, an wessen Ende er sich, auch dank einiger individueller Fehler in der kroatischen Defensive und ein wenig Glück, erneut vor Livakovic befand, wobei er die Situation dieses Mal ohne Probleme löste und damit die Führung seiner Mannschaft ausbauen konnte. Durch die beiden Treffer lag die argentinische Mannschaft nach den ersten 45 Minuten mit 2:0 in Führung.

Zum Start der zweiten Spielhälfte änderte sich wenig, die Kroaten bestimmten weiterhin über weite Strecken das Spielgeschehen und die Argentinier lauerten geduldig auf ihre Chance. Diese ergab sich dann in der 73. Minute, als die fast 90.000 Zuschauer im ausverkauften „Lusail Stadium“ ein Stück der Magie von Lionel Messi miterleben durften, denn der Toptorschütze des Turniers tanzte an der Strafraumgrenze um die kroatische Abwehr und fand am Ende seines beeindruckenden Dribblings Julian Alvarez, welcher mit seinem vierten Turniertreffer den Endstand von 3:0 für Argentinien herstellte. Am Ende übte Kroatien zwar noch einmal Druck auf die Defensive Argentiniens auch, doch die Abwehr um Nicolas Otamendi hielt und blieb damit nach Abpfiff der Begegnung zum dritten Mal bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ohne Gegentor.


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