Die Gruppenphase der europäischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland ist abgeschlossen, womit nun auch die direkten WM-Teilnehmer aus Europa sowie die Playoff-Teilnehmer feststehen. Erstmalig hatten insgesamt 51 Nationen, die in neun Gruppen à sechs beziehungsweise à fünf Mannschaften gegeneinander antraten, die Chance auf die WM-Qualifikation dieses Jahr.

Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die WM

Die Gruppensieger der insgesamt neun Gruppen haben sich eine direkte WM-Teilnahme im Zuge der zehn Gruppenspiele erspielt. Dabei stachen besonders England und Frankreich, als einzige Nationalmannschaften ohne Niederlage, heraus. Weiterhin schoss England auch mit Abstand am meisten Tore, nämlich 80, gefolgt von den Spanierinnen mit 53 und den Französinnen mit 50. Negativ aufgefallen ist die armenische Mannschaft, denn sie hatten die schlechteste Tordifferenz der Gruppenphase mit -70.

Nach einer ereignisreichen Gruppenphase konnten sich diese neun Nationen den Gruppensieg sichern:

Schweden (A), Spanien (B), Niederlande (C), England (D), Dänemark (E), Norwegen (F), Italien (G), Deutschland (H), Frankreich (I).

Gruppenzweite haben in den Playoffs weiterhin Chance auf WM-Teilnahme

Die Gruppenzweiten konnten sich zwar nicht direkt für die Weltmeisterschaft qualifizieren, jedoch qualifizierten sie sich für die europäischen Playoffs, welche aus zwei Runden bestehen. Am Ende qualifizieren sich die zwei Sieger der zweiten Runde mit dem besten Ranking in der Gruppenphase sowie den Playoffs, während der dritte Sieger der zweiten Playoffrunde in den „Inter-Confederation Playoffs“ im Februar 2023 um die verbleibenden drei WM-Plätze spielt.

Im ersten Spiel der ersten Runde treten mit Portugal und Belgien zwei Mannschaften gegeneinander an, die beide noch nie an einer Weltmeisterschaft teilgenommen haben. Im persönlichen Duell der beiden Nationen hatte in den letzten Jahren Belgien stets die Oberhand, so konnten die Portugiesinnen 1998 das letzte Mal gegen die Belgierinnen gewinnen. Die beiden Nationalmannschaften spielen um das Heimrecht in Runde zwei, in der es gegen die isländische Mannschaft geht, die im Ranking der zweitplatzierten unter den besten drei besten Mannschaften war, wodurch sie sich, wie außerdem noch die Schweiz und Irland, direkt für die zweite Playoffrunde qualifizieren konnte.

Im zweiten Spiel geht es für die walisischen Damen gegen Bosnien und Herzegowina. Für beide Nationen ist es die erste Playoff-Teilnahme, jedoch spielte man bereits 2019 in der gleichen WM-Qualifikationsgruppe. Damals konnte Wales sowohl das Hinspiel, als auch das Rückspiel mit 1:0 für sich entscheiden. Auf den Sieger dieser Partie wartet ein Auswärtsspiel gegen die Schweiz.

Im letzten Spiel der ersten Playoffrunde spielt Schottland gegen Österreich. Die Schottinnen sind die einzige Mannschaft der Playoffs, die bereits an einer Weltmeisterschaft teilgenommen haben, denn sie waren bei der WM 2019 in Frankreich dabei. Österreich hingegen konnte sich zwar noch nie für eine WM qualifizieren, waren dafür aber bei der Europameisterschaft in den letzten Jahren sehr erfolgreich. In diesem Jahr konnte man das Viertelfinale erreichen, wo man dem späteren Finalisten Deutschland unterlag und 2017 erreichten die Österreicherinnen sogar das Halbfinale. Der Sieger dieser Partie spielt zu Hause gegen Irland.

So ist das WM-Teilnehmerfeld auf die Konföderationen verteilt

Gastgeber: 2 (Australien und Neuseeland)

AFC: 5 (China, Japan, Philippinen, Südkorea, Vietnam)

CAF: 4 (Marokko, Nigeria, Südafrika, Sambia)

CONCACAF: 4 (Kanada, Costa Rica, Jamaika, USA)

CONMEBOL: 3 (Argentinien, Brasilien, Kolumbien)

UEFA: 11 (Gruppensieger plus zwei Mannschaften aus europäischen Playoffs und eine Mannschaft aus inter-confederation playoffs)

 


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