Die Weltmeisterschaft 2026 ist seit der WM 2002 das erste Turnier, welches von mehr als einer Nation ausgetragen wird. Während es damals mit Südkorea und Japan zwei Nationen waren, wird es bei der WM 2026 gleich drei Gastgeber (USA, Mexiko, Kanada) geben. Eine Frage, die bis vor einigen Tagen allerdings noch offen blieb, war, ob die drei nordamerikanischen Nationen um ihren Platz bei dem Turnier im Rahmen der WM-Qualifikation ihres Verbandes kämpfen müssen, oder automatisch als Gastgeber qualifiziert sind.

Qualifikation bleibt den Gastgebern erspart

Am 14. Februar beantwortete der Weltfußballverband „FIFA“ dann diese Frage zugunsten der drei Gastgebernationen, wodurch ihnen die Qualifikationsphase des nord- und zentralamerikanischen Verbandes „CONCACAF“ erspart bleiben wird. Als Begründung für diese Entscheidung nennt die FIFA die langjährige Tradition, dass die Gastgebernationen auch immer Teil der Weltmeisterschaft seien. Tatsächlich erhielten sämtliche austragende Nationen seit der ersten Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay stets einen Teilnehmerplatz, sogar bei der WM 2002, welche die bisher einzige Weltmeisterschaft mit mehreren Gastgebernationen war, waren sowohl Japan als auch Südkorea automatisch qualifiziert.

Durch größere WM auch mehr Teilnehmerplätze

Bereits im Mai 2017 bereitete die FIFA alles vor, damit Weltmeisterschaften mit mehreren Gastgebernationen im neuen 48-Mannschaften-Format optimal ablaufen können. Dafür verteilte die FIFA die durch die Turniererweiterung insgesamt 18 neuen Teilnehmerplätze auf die sechs Konföderationen. Die größten Nutznießer dieser Verteilung waren dabei der asiatische Verband „AFC“ (+4) sowie der afrikanische Verband „CAF“ (+4.5). Der Verband der Gastgeber der WM 2026, „CONCACAF“, erhielt drei weitere Qualifikationsplätze, welche eben den drei Gastgebern der nächsten Weltmeisterschaft aus der Konföderation verschuldet sind. Auch der europäische Verband „UEFA“ durfte sich über drei weitere Plätze für potenzielle WM-Teilnehmer freuen, während sich ab 2026 zwei zusätzliche südamerikanische Nationen im Rahmen der Qualifikation der „CONMEBOL“ für die WM qualifizieren können. Die kleinste aller sechs Konföderationen, die „OFC“, erhält außerdem einen zusätzlichen Qualifikationsplatz.


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