Die diesjährige Weltmeisterschaft in Katar findet zwar etwa 4500 Kilometer entfernt statt, jedoch können die deutschen Fans dennoch auf großen Leinwänden gemeinsam die Spiele der deutschen Mannschaft im Rahmen von den allseits beliebten Public Viewing verfolgen. Die DFB-Elf startet die Weltmeisterschaft am 23. November um 14 Uhr gegen Japan, am zweiten Gruppenspieltag bekommen es die Schützlinge von Bundestrainer Hansi Flick dann mit der Nationalmannschaft Spaniens am 27. November um 20 Uhr zu tun und abschließend geht es am 1. Dezember um 20 Uhr gegen Costa Rica.

In Süddeutschland größtes Public Viewing, in Norddeutschland gar kein Public Viewing

Die massiven Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland Katar sorgten weltweit für viel Kritik an der FIFA, weiterhin planen viele Fans die WM zu boykottieren. Auch die Städte Deutschlands standen vor einer schwierigen Entscheidung, denn nachdem zur Europameisterschaft im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nahezu nirgendwo in Deutschland ein Public Viewing organisiert werden konnte, sehnen sich die Fans nach einer Möglichkeit, die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft gemeinsam zu verfolgen.

Die Bundesregierung hat zwar landesweit auch für die späteren Anstoßzeiten das Public Viewing ermöglicht, indem sie einer Verordnung zugestimmt hat, die Ausnahmen bezüglich der Lärmschutz-Regeln während der späteren Spiele der WM zulässt, jedoch entschieden sich in Norddeutschland viele Städte bewusst gegen das Erlauben des populären Public Viewing. Mit Wolfsburg, Kiel, Hannover, Hamburg und Rostock haben sich die größten Städte im Norden Deutschlands dazu entschieden, Public-Viewing-Pläne nicht zu unterstützen. Weiterhin wird es auch in der Hauptstadt Berlin sowie in der drittgrößten Stadt Deutschlands, München, kein Public Viewing geben.

Während in der Landeshauptstadt Bayerns kein Public Viewing angeboten wird, gibt es für die süddeutschen Fußballfans die Möglichkeit im benachbarten Baden-Württemberg die Spiele der DFB-Elf zu verfolgen. In Reutlingen wird nämlich das größte Public Viewing Deutschlands für die diesjährige Weltmeisterschaft angeboten. Für etwa 1800 Fans wird es die Möglichkeit geben, die Spiele der deutschen Mannschaft auf zwei 32 Quadratmetern großen Leinwänden und weiteren kleineren Bildschirmen zu verfolgen. Nach zwei Jahren Corona-Pause möchte man laut dem Veranstalter den Fans wieder ein bisschen Normalität in Form eines gemütlichen Fußballabends bieten.


Bochum - Hoffenheim
Bayern Munich - Eintracht Frankfurt