Am gestrigen Sonntag startete die diesjährige Weltmeisterschaft in Katar mit dem Eröffnungsspiel des Gastgebers Katar gegen Ecuador im „Al Bayt Stadium“ in der Nähe der Hauptstadt Doha. Vor etwa 60.000 Zuschauern gab es vor dem Eröffnungsspiel eine festliche Eröffnungszeremonie, bei der Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, der Emir von Katar, die Fans herzlich zu der WM begrüßte und für einen Monat ein „wunderbares Festival des Fußballs“ ankündigte.

Historisch enttäuschender WM-Start für Gastgeber

Die Gastgebernation startete mit einer schwachen Leistung in das Turnier und verlor mit 0:2 gegen Ecuador. Ein Doppelpack von Ecuador-Kapitän Enner Valencia in der ersten Halbzeit besiegelte früh die Auftaktniederlage Katars. Mit der Niederlage des Gastgebers im Eröffnungsspiel ist Katar nun auch die erste Gastgebernation in 92 Jahren WM-Geschichte, die das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft verlor.

Südamerikanische Giganten oder europäische Riesen?

Der Favoritenkreis bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ist breit gestaffelt, von südamerikanischen Topmannschaften wie Argentinien oder Brasilien bis zu europäischen Spitzenmannschaften wie Frankreich oder England.

Die Argentinier um Superstar Lionel Messi streben nach der ernüchternden Finalniederlage 2014 gegen Deutschland in diesem Jahr nach dem dritten Weltmeistertitel in Verbandsgeschichte. Dafür ist die „Albiceleste“ bestens aufgestellt, denn neben Kapitän Lionel Messi hat man weitere Stars des Weltfußballs wie Federico Valverde, Angel di Maria und Paulo Dybala in seinen Reihen. Es ist die letzte Chance für Lionel Messi, einen der besten Fußballer aller Zeiten, den so von ihm so lang ersehnten WM-Titel einzufahren, denn er spielt seine letzte Weltmeisterschaft.

Neben Argentinien zählt mit Brasilien eine weitere südamerikanische Nation zum engeren Favoritenkreis. Der Rekordweltmeister möchte an glorreiche alte Zeiten anknüpfen und sich nach 20 Jahren erneut zum Weltmeister küren. Die Stars der „Selecao“ wollen es brasilianischen Fußballlegenden wie Pele, Ronaldo, Ronaldinho und vielen weiteren nachmachen und den insgesamt sechsten WM-Titel für ihr Land einfahren. Auch in heutigen Zeiten ist die brasilianische Nationalmannschaft gefüllt mit Weltstars wie Neymar, Casemiro, Vinicius Junior oder Alisson Becker, wodurch sie beste Chancen auf den Titelgewinn haben. Einige Spieler im brasilianischen Kader standen bei der erniedrigenden 1:7 Niederlage bei der Heim-WM 2014 im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland auf dem Platz und wollen sich daher in diesem Jahr dafür revanchieren, indem sie am 18. Dezember im Endspiel als Sieger vom Platz gehen wollen.

Der amtierende Weltmeister Frankreich zählt trotz einiger namhaften Verletzungen weiterhin zum Favoritenkreis. Zwar fehlen zwei wichtige Bestandteile des französischen Mittelfeldes mit N´Golo Kante und Paul Pogba und außerdem auch noch der amtierende Ballon D’Or Sieger Karim Benzema, jedoch ist der Kader von Nationaltrainer Didier Deschamps immer noch gefüllt mit talentierten Spielern wie Eduardo Camavinga, Kylian Mbappe, Ousmane Dembele und vielen weiteren. „Les Bleus“ wollen bei der diesjährigen Weltmeisterschaft ihren dritten WM-Titel einfahren.

Eine weitere europäische Spitzenmannschaft, die sich auch Chancen auf den Titelgewinn ausrechnen darf, ist England. Die „Three Lions“ wollen nach der bitteren Niederlage im Endspiel der Europameisterschaft im vergangenen Jahr gegen Italien zurückschlagen und ihren zweiten Weltmeistertitel einfahren. Seit 1966 warten die englischen Fans nun auf einen Titel und in diesem Jahr soll es endlich klappen. Mit Starspielern wie Kapitän Harry Kane, Jude Bellingham, Raheem Sterling oder Phil Foden dürfen sich die Engländer durchaus Hoffnungen auf einen Titelgewinn machen.

64 Spiele, 32 Mannschaften, 1 Ziel – der Weltmeistertitel

Die Gruppenphase, bei welcher die 32 teilnehmenden Nationen in 8 Gruppen à 4 Mannschaften gegeneinander antreten werden, findet vom 20. November bis zum 2. Dezember statt. Die Gruppenersten und die Gruppenzweiten qualifizieren sich anschließend für das Achtelfinale. Diese werden zwischen dem 3. und dem 6. Dezember ausgetragen. Daraufhin kämpfen die verbleibenden 8 Nationen am 9. und am 10. Dezember um den Einzug in das Halbfinale. Um den Finaleinzug wird dann am 13. und am 14. Dezember gespielt. Das große Endspiel findet am 18. Dezember im „Lusail Stadium“ um 16:00 Uhr MEZ statt.

Die Gruppen

Gruppe A:

Katar
Ecuador
Senegal
Niederlande

Gruppe B:

England
Iran
USA
Wales

Gruppe C:

Argentinien
Saudi-Arabien
Mexiko
Polen

Gruppe D:

Frankreich
Australien
Dänemark
Tunesien

Gruppe E:

Spanien
Costa Rica
Deutschland
Japan

Gruppe F:

Belgien
Kanada
Marokko
Kroatien

Gruppe G:

Brasilien
Schweiz
Serbien
Kamerun

Gruppe H:

Portugal
Ghana
Uruguay
Südkorea

 


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