Fußballfans in Deutschland können aufatmen: Auch bei der kommenden Weltmeisterschaft im Sommer 2026 wird das gemeinsame Mitfiebern unter freiem Himmel nicht pünktlich zur Nachtruhe enden. Da das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, sorgt die Zeitverschiebung für zahlreiche Anstöße in den späten Abendstunden. Damit das Public Viewing dennoch möglich bleibt, plant die Bundesregierung eine Lockerung des Lärmschutzes.
Normalerweise ist in Deutschland um 22:00 Uhr Schluss mit lautstarken Veranstaltungen im Freien. Doch wie das Bundesumweltministerium bestätigte, wird derzeit ein Verordnungsentwurf erarbeitet, der Ausnahmen für die Zeit vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 vorsieht.
Freie Fahrt für die „Public-Viewing-Verordnung“ zur Fußball-WM 2026
Was in der Vergangenheit bei EM- und WM-Turnieren bereits Tradition war, soll auch dieses Mal den Kommunen den nötigen Spielraum geben, Übertragungen bis tief in die Nacht zu genehmigen. Obwohl die Abstimmung innerhalb der Regierung und die Zustimmung des Bundesrates noch ausstehen, gilt die Entscheidung als reine Formsache.
Die WM-Termine der DFB-Elf im Überblick
Besonders für die Fans der deutschen Nationalmannschaft ist die Neuregelung entscheidend, da zwei der drei Vorrundenspiele erst spät angepfiffen werden.
14. Juni um 19:00 Uhr: Deutschland – Curacao
20. Juni um 22:00 Uhr: Deutschland – Elfenbeinküste
25. Juni um 22:00 Uhr: Deutschland – Ecuador
Abwägung zwischen Party und Nachtruhe
Trotz der generellen Lockerung bleibt die Entscheidungshoheit bei den Städten und Gemeinden. Die Behörden müssen im Einzelfall prüfen, ob das öffentliche Interesse an der Fußball-WM den Schutz der Anwohner überwiegt. Dabei spielen vor allem die Nähe zu Wohngebieten und die Lärmbelastung eine Rolle.
Für die Fans bedeutet das: Die Chancen stehen gut, dass die Stimmung nach einem Tor der deutschen Elf auch nach Mitternacht noch durch die Straßen schallen darf.

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