Nach der Europameisterschaft richtet sich der Blick der DFB-Frauen bereits auf das nächste große Ziel: die Fußball-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Am Dienstag hat die UEFA die europäischen Gruppen für die WM-Qualifikation ausgelost – mit einem erfreulichen Ergebnis für Deutschland.

Das Team von Bundestrainer Christian Wück trifft in Gruppe A4 auf Norwegen, Österreich und Slowenien. Gespielt wird an sechs Spieltagen zwischen Anfang März und Mitte Juni 2026.

Machbare Gegner für die DFB-Frauen in der WM-Qualifikation

Im Vergleich zu anderen Gruppen kann die deutsche Mannschaft von Losglück sprechen. In der parallel ausgelosten Gruppe A3 treffen etwa die EM-Finalisten England und Spanien aufeinander – dazu kommen Island und die Ukraine.

Zwar verfügen auch die Norwegerinnen über Top-Spielerinnen wie Caroline Graham Hansen, doch im Vergleich zu möglichen Gegnern aus Lostopf 2 – darunter die Niederlande, England oder Italien – gilt die skandinavische Auswahl, ebenso wie Österreich und Slowenien, als lösbare Aufgabe.

Das Ziel für die deutschen Fußball-Frauen ist klar: Nur der Gruppensieg führt direkt zur WM 2027 nach Brasilien, und genau darauf wird der volle Fokus des Teams liegen.

Wücks Einschätzung: „Anspruchsvoll, aber lösbar“

„Wir sind mit der Auslosung zufrieden“, sagte Bundestrainer Christian Wück. „Norwegen, Österreich und Slowenien sind drei sehr unterschiedliche und interessante Gegner, die jeweils ihre eigene Spielweise mitbringen. Darauf müssen wir uns gut einstellen. Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber lösbar, wenn wir unser Potenzial abrufen und fokussiert bei uns bleiben.“

So läuft die Qualifikation für die Fußball-WM 2027 der Frauen ab

Insgesamt können sich elf europäische Nationen ein direktes Ticket nach Brasilien sichern, wo das Turnier vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 mit 32 Teilnehmern stattfindet. Ein zwölftes europäisches Team kann sich über interkontinentale Playoffs ein weiteres Ticket sichern.

Die sechs Spiele in den einzelnen Qualifikations-Gruppen finden zwischen März und Juni 2026 statt. Im Oktober und November/Dezember werden die Playoffs ausgetragen.

Playoff-Regeln der WM-Qualifikation: Auch Gruppenletzte haben Chancen

Interessanterweise könnte sich Deutschland sogar als Gruppenletzter theoretisch noch qualifizieren. Neben den vier direkten Gruppensiegern der Liga A werden sieben weitere WM-Plätze über ein komplexes Playoff-System vergeben.

Auf dem ersten Playoff-Weg treffen die acht zweit- und drittplatzierten Teams der Liga A auf die acht besten Mannschaften aus Liga C.

Auf dem zweiten Playoff-Weg spielen die vier viertplatzierten Teams der Liga A sowie die vier besten Mannschaften der Liga B gegen die acht zweit- und drittplatzierten Teams der Liga B.

In der darauffolgenden Playoff-Runde treten anschließend die Sieger beider Wege gegeneinander an. Die sieben bestplatzierten Gewinner dieser Begegnungen qualifizieren sich direkt für die Fußball-WM der Frauen 2027. Der achtplatzierte Sieger erhält eine letzte Chance über ein interkontinentales Duell gegen eine Nation aus einem anderen Kontinentalverband.

Europas Gruppen für die Qualifikation zur Fußball-WM 2027 in Brasilien

Gruppe A1 Gruppe A2 Gruppe A3 Gruppe A4
Schweden Frankreich Spanien Deutschland
Italien Niederlande England Norwegen
Dänemark Polen Island Österreich
Serbien Irland Ukraine Slowenien